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Demnächst wieder neue Infos und Downloads.

Ein Jahr geht schnell vorüber und so war es jetzt  wieder soweit. Das Regentschaftsjahr unserer Majestät, Detlef Kuhnke, neigte sich dem Ende zu. Der Vorstand der Gilde hatte alle Gildebrüder eingeladen, am Große Vogelschießen, vom 13.6.2019 bis zum 16.6.2019, teilzunehmen.

Tag 1. Traditionell wurde am Donnerstag der Arbeitsdienst durchgeführt, um unseren herrlichen „Ernst-Wickel-Stand“ in einen königlichen Zustand zu versetzen. Bei guter Laune und sommerlichen Temperaturen packten die Gildebrüder ab 17 Uhr an und konnten alle erforderlichen Arbeiten bis 19 Uhr vollenden. Unser Viermann Grundstück, Andreas Toebs, gab daraufhin die Vollzugsmeldung an den 1. Ältermnn. Bei köstlichem Grillgut und wohltemperierten Getränken klang dieser gemütliche Abend erst zu später Stunde aus.

Tag 2. Wieder spielte der Wettergott mit. Um 19.00 Uhr wurden die Gildebrüder, durch den Kommandoführer, Kurt Blunk,  aufgefordert, in Reih`und Glied Aufstellung zu nehmen. Nach der Begrüßung durch den 1. Ältermann, der gleichzeitig auch noch  unser König war, schritt er zu den Klängen des Präsentiermarsches die Front der Angetretenen ab. Es folgte der mit großer Spannung erwartete Part der Beförderungen. Aus der alten Gildelade, datierend aus 1735,  wurden die Urkunden entnommen und die Namen verlesen. Die genannten Mitglieder traten vor, grüßten die Fahne und nahmen das Schriftstück in Empfang. Nach der Rückkehr in die Formation erklang aus über 60 Stimmen  das „Schleswig-Holstein-Lied“. Danach wurde der von Matthias Harloff kunstvoll gefertigte, und von Erich „Ede“ Fritsch schön bemalte,  Vogel am Mast hochgezogen, von wo aus er das Geschehen im Blick hatte. Da hing der Adler mit dem Charakter einer Eintagsfliege. Er war bereit in die Läufe der Schützen zu blicken um sich dann einer neuen Majestät vollends zu opfern. Nach 3 Salutschüssen aus der Gildekanone erklärte der 1. Ältermann das diesjährige Vogelschießen für eröffnet und ließ zum Kommers wegtreten.

Tag 3. Schlimmer konnte es kaum kommen: Regen, Regen, Regen, dazu Sturmböen und Gewitter. Trotzdem fanden sich die Gildebrüder, sowie die Abordnungen anderer Schützenvereine und Gilden pünktlich auf dem ZOB ein. Aus Gründen der Sicherheit wurde auf die Begleitung durch die Spielmannszüge verzichtet. Ebenfalls wurde der Schellenbaum und die Gildefahne nicht herausgeholt. Unter dem Kommando vom Gildebruder Günter Raabe begann der Ausmarch. Gewandet in durchsichtigen Regenhäuten ging es strammen Schrittes zum Rathaus um die Ehrengäste abzuholen. Nach einer nur sehr kurzen Verweildauer ging es ohne Unterbrechung zu unserem Schützenhaus (unser Dankgilt hier den Polizeibeamten, die uns sicher durch den Verkehr eskortierten). Mehr als 1 Stunde früher als sonst üblich marschierten wir dann ein. Da der Zeitplan jetzt durcheinander geraten war, überbrückte unser Ältermann  die Wartezeit bis zum Essen mit launigen Worten. Seine Begrüßungsworte richteten sich an die Gildebrüder, die Abordnungen der anderen Vereine und Gilde mit ihren Majestäten, den Landesschützenkönig, Thomas Looft, Kreisschützenkönigin Erika Saalmann, Kreisschützenkönig Dirk Möller und die Ehrengäste. Er nutzte auch schon die Gelegenheit sein Königsbild in die ehrwürdige Gallerie einzufügen. Wie der Zufall es so wollte, ergab sich, das sein neues Bild genau unter dem seines 1. Königsjahres (2004) zu hängen kam. Nette Grußworte aus den Reihen der Gäste rundeten das Bild ab. Danach schaffte es unsere Wirtin, allen Widrigkeiten zum Trotz, für alle schmackhaftes Sauerfleisch mit Bratkartoffeln auf den Tisch zu bringen. Gestärkt wurden dann die Gäste gebeten, sich zum Schuss auf die Zitrone, die am Schnabel des Adlers hing, nach Draußen zu begeben. Und oh Wunder, als wenn es so bestellt worden war, hatte der Himmel seine Schleusen geschlossen und es war trocken. Lag es dann an der Zitrone oder der Treffsicherheit unserer Gäste?Die Zitrone fiel erst nach 160 Schuss. Den Treffer landete Erika Sahlmann. Nach einer Pause begann um 15 Uhr das Schießen auf den Vogel. Trotz Dauerfeuer aus den beiden Gewehren, fiel das letzte Holzstück erst um 20.45 Uhr mit dem 4.152 Schuss, abgefeuert von Andreas Kabatnik, der somit unser neuer Königsschütze ist. Den unglücklichen vorletzten Schuss gab Gildebruder Balkar Singh ab. Aus den Trümmern und Splittern des Vogels erwuchs uns jetzt aber ein neues Königstum. Nach einem lauten Kommando nahmen die Gildebrüder wieder Aufstellung zur Königsproklamation. Als neuer König wurde Norbert Krämer vom 1. Ältermann ausgerufen, was mit viel Applaus und Hochrufen bedacht wurde. Es folgten die üblichen Rituale der Inthronisierung, wie der Wechsel der Königsskette und der Kette des Königsschützen. Nach Vergabe der Preise  für die Gewinner aus dem Schießen auf den Vogel (Löffel) und des Luftgewehr-Preisschießens, wurde das Ende der Veranstaltung verkündet, nicht jedoch, bevor noch einmal das „Schleswig-Holstein-Lied“ gesungen worden war. Froh, aber müde, traten einige gleich den Heimweg an, während doch noch viele die Gelegenheit nutzten, zusammen mit dem neuen König, zu feiern. 

Tag 4. Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich die Gildebrüder mit ihren Begleitungen wieder auf dem Gildegelände, um bei einem gemütlichen Beisammensein und köstlichem Essen, die Ereignisse der letzten Tage noch einmal Revue passieren zu lassen. In der Mitte ruhte strahlend unser neuer König Norbert, der gerne noch einmal die Glückwünsche über sich ergehen ließ. Bemerkenswert war seine Anmerkung, dass man für das Amt des Königs in der Gilde nicht zu alt sein kann, wenn man eine Aufgabe nur  ausüben möchte. Er erntete hierfür viel Beifall.

Fazit: Es war wieder tolles Wochenende, wobei die Überraschungen sowas wie „Salz in der Suppe“ waren, auch wenn sie den Verantworlichen etliches abverlangten, was sie aber mit Bravour gemeistert haben. Der Dank gilt allen Unterstützern, Helfern, Verantwortlichen , Gästen und der Bewirtung. Dieses Vogelschießen wird noch lange Gesprächsstoff bilden. Unserem neuen König wünschen wir ein fantastisches Königsjahr, mit viel Freude. Unseren Norbert grüßen wir mit einem dreifach „Gut Schuß“.

 

 

Wir danken den Fotografen Toebs und Seeburg für das Bildmaterial

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