Heiß,  staubig und mit einer großen Überraschung  – so stellte sich unser Großes Vogelschießen 2018 dar. Bereits am Mittwoch, den 30.5.2018, fanden sich viele Gildebrüder und Damen der Gilde auf dem Grundstück ein, um sich um die Ausschmückung des Festplatzes zu kümmern. Während die Männer in die Feldmark zogen, um frisches Eichenlaub zu schneiden, bereiteten die Damen die Plätze für das Binden der Girlanden vor. So gut vorbereitet, wurden über 30 Meter Girlanden in der Rekordzeit von 2 Stunden gebunden. Nach dem Aufhängen des gebundenen Grüns, klang der Abend, nach einem kleinen Imbiss, gemütlich aus. Am Donnerstag war der „Arbeitsdienst“ mit Grundstückspflege angesagt. Auch hierfür fanden sich wieder viele Freiwillige ein, die unter der Anleitung vom Viermann Grundstück, Stephan Utke (Bobbo), die restlichen Aufräum-, Pflege- und Schmückarbeiten erledigten. Manche Arbeit ging wegen der großen Hitze nicht schnell von der Hand, wurden aber trotzdem zufriedenstellend erledigt. Im Anschluss ließen es sich die Teilnehmer mit Gegrilltem und „Freibier“ noch gut gehen. Langsam wurde es dann spannend. Am Freitag (wiederum bei großer Hitze) folgte die Eröffnung des Vogelschießens nach hergebrachten Ritual. Unter der Leitung vom Kommandoführer Kurt Blunk und des 1. Ältermannes, Dieter Abel, wurde pünktlich um 19.30 Uhr angetreten. Nachdem der König, Friedrich (Fiete) W, Cochanski und er 1. Ältermann,  die Front abgeschritten hatten, folgten von Beiden kurze Begrüßungsworte. Hierauf wurde auf Kommando der Vogel auf die Stange gezogen und dem „Erbauer“ Matthias Harloff und dem „Bemaler“ Erich Fritsch gedankt. Im weiteren Verlauf folgten 3 Salutschüsse aus der Kanone und die Beförderung von Gildebrüdern. Nach dem  Ausmarsch der Fahne folgte das Wegtreten zum Kommers. Sonnabend 2. Juni 2018. Es war wieder sehr, sehr warm, als sich der Festumzug mit 2 Kapellen und vielen Teilnehmern (Gildebrüder sowie Schützenbrüder-und Schwester aus anderen Vereinen und Gilden) auf dem ZOB in Bewegung setzte, um die Ehrengäste vom Rathaus

abzuholen. Nach der Meldung an die dort bereits wartende Majestät ging der Umzug weiter durch die Stadt. Eskortierte durch die Polizei (vielen Dank hierfür) wurde bis zum Gildegrundstück marschiert, wobei es auf dem Weg dorthin doch einige „technische Halts“ gab. Nach dem Fahnenausmarsch wurde der Fahnenpokal ausgeschossen. Dem üblichen Zeremoniell folgend gab es Ansprachen, Grußworte und die Abschiedsrede des Königs, die wieder sehr launig ausfiel und er bald die Lacher auf seiner Seite hatte, bevor er  sein Bild in die Galerie einfügte. Nach dem Mittagessen schossen die Ehrengäste auf die Zitrone, welche am Schnabel des Holzadlers hing. Erst nach dem 63 Schuss fiel die saure Frucht zu Boden. In Anschluss an die Pause begann um 15 Uhr das Schießen auf den Vogel, der sich wieder als sehr „zäh“ erwies. Erst nach dem 3.370-sten Schuss gab er auf und  um 19.23 Uhr das letzte Stück zu Boden. Dieser Schuss wurde von Eggert Kühl abgegeben, der somit Königsschütze wurde. Vorletzter Schütze war zum 3. Mal

Gildebruder Heinz Broers. Vor der Proklamation des neuen Königs wurden noch die Preise vom Preisschießen verteilt und auch die Gewinner der Preise vom Schießen auf den Vogel erhielten ihre Belohnungen in Form von Löffeln. Die Spannung wuchs stark an, bis der 1. Ältermann den Namen der neuen Majestät verkündete. Es wurde DETELF KUHNKE, dem diese Würde zum 2. Mal übertagen wurde (dieses wurde auch nur möglich, weil die Statuten vor einiger Zeit geändert wurden). Überaus glücklich nahm Detlef diese Mitteilung auf. Zufriedene Gesichter sah man bei den Gildebrüdern die ihrer  Freude  lautstarkt freien Lauf ließen. (Detlef dürften die Schulterblätter vom vielen Klopfen etwas herunterhängen). Nach der Übergabe der Insignien an den Königsschützen und den König, sowie den Blumensträußen und die Ehefrauen, wurde der offizielle Teil nach 3 weiteren Salutschüssen beendet. Es folgten noch viel Stunden des gemütlichen Beisammenseins. Den Abschluss dieser

Festwoche bildete das Königsfrühstück zu dem zahlreiche Gildebrüder mit Ihren Damen erschienen. Bei herrlichem Wetter wurde auf der Terrasse ausgiebig gespeist und in  vielen Gesprächen ließ man das Großereignis noch einmal Revue passieren.

Fazit: Das Wetter war alle Tage kein Königswetter“ sondern „Kaiserwetter“. Mehr davon wäre zuviel gewesen. Wir sind alle Tage wieder hervorragend mit Speis und Trank versorgt worden, wofür wir uns bei unserer Gildewirtin herzlich bedanken. Durch die Mithilfe vieler Helfer hat die Vorbereitung des Festes und dessen Durchführung reibungslos geklappt. So eine starke Gemeinschaft macht Spaß –  und Mut für Kommendes. Danke auch dafür.

Mit Fiete Cochanski und seiner Ehefrau Nicole

Buchert-Cochanski hatten wir  ein wunderbares Königspaar, das sich sehr um die Gilde verdient gemacht hat und wofür wir sehr  dankbar sind.   Mit dem neuen König Detlef und seiner Silke haben wir ein erfahrenes Regentenpaar bekommen, welches die Gilde gut führen und weiter entwickeln wird. Wir sind gespannt auf das was kommt und wünschen eine glückliche Hand bei allen Unternehmungen.

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