Königspaar 2013 - Andreas und Marlies Kabatnik

Königspaar 2013 – Andreas und Marlies Kabatnik

Der Machtwechsel in unserer Gilde ist vollzogen … aber alles der Reihe nach: Bei hochsommerlichen Temperaturen startete der Marsch der Gildebrüder, verstärkt durch die Spielmannszüge, einer Abordnung der „Original Truderringer Böllerschützen“, sowie Schützenbrüdern und Schützenschwestern von befreundeten Vereinen und Gilden zu der ungewöhnlichen Zeit von 8:45 Uhr vom ZOB aus. In fast militärisch anmutender Marschordnung ging es erstmalig nicht über den Markplatz, sondern direkt zum Rathaus, von welchem die Ehrengäste abgeholt wurden. Leider konnte unser (Noch-) König Stephan an diesem Umzug nicht teilnehmen. Eine akute Erkrankung lies eine Teilnahme am diesjährigen Vogelschießen nicht zu, was mit großem Bedauern aller Anwesenden zur Kenntnis genommen wurde.

Beim Marsch durch die Stadt gab es dann einige kurze „technische“ Halt’s (um der Austrocknung auf dem weiten Weg zu begegnen). Dennoch erreichte der stolze Festumzug nach ca. 1 1/2 Stunden das Gildegrundstück. Hier wartete schon das köstliche Frühstück, welches wie immer aus Bratkartoffeln mit Sauerfleisch bestand. Nachdem der „Dreikampf“ aus Essen, Trinken und netten Grußworten halten beendet war, wurde das Königsbild unseres Königs Stephan Utke in die Bilderriege aller bisherigen Könige der Gilde platziert, was durch unseren Ehren-Ältermann Heinz Kost stellvertretend vorgenommen wurde. Anschließend stellten sich die Ehrengäste bei den Gewehren an, um dem stolzen Vogel die Zitrone aus den Schnabel zu schießen. Erfolgreich war hier Hermann Westphal, der unter lautem Hallo zur Belohnung für seinen Schuss in das Saure beißen durfte und dafür auch noch einen Geldschein für die Jugendkasse locker machen musste. Anschließend war bis 15 Uhr Pause angesagt. Viele Gildebrüder nutzten diese Zeit um sich zuhause noch mal für die kommenden Ereignisse frisch zu machen. Andere vertrieben sich die Zeit mit Skatspielen oder mit gepflegten Gesprächen über Sport, Politik und das Gildegeschehen. Pünktlich ging es dann in die Schlussrunde. Unter Dauerfeuer aus den beiden KK-Gewehren rückten die Schützen dem Vogel zu Leibe. Der zum 1. Mal von Matthias (Harly) Harloff gebaute Vogel erwies sich nach guter Tradition als recht zäh. Doch nach und nach fielen die Stücke zu Boden. Dann hing nur noch der Rumpf auf dem Mast. Vor beiden Gewehren bildeten sich jetzt lange Schlangen. Wollte doch jeder Gildebruder gerne mit seinem Schuss das letzte Stück Vogel herunterholen, um als Königsschütze und Königsmacher in die Annalen der Gilde einzugehen. Dieses gelang dann um 18:19 Uhr, nach dem 2.640 Schuss, dem Gildebruder Jörg David. Sofort klappten die beiden neutralen Aufsichten die Schießlisten zu und übergaben sie dem Ältermann. Jetzt stieg die Spannung extrem an. Jeder schaute jeden an und versuchte herauszufinden, wer denn nun der neue König wird. Unser 1. Ältermann Detlef Kuhnke tat dazu ein Übriges, indem er sich viel Zeit ließ, bevor er die Gilde antreten ließ. Dann fiel der Name des neuen Königs: Es ist für ein Jahr der Gildebruder ANDREAS KABATNIK. Unter lautem Jubel musste er unzählige Hände schütteln und die Schulterblätter dürften ihm vom vielen Klopfen noch einige Zeit schmerzen. Nach erneutem Antreten wurden die Königsigskette und die Kette des Königsschützen weiter gereicht. Lieber Ex-König Bobbo, Du hast uns sehr gefehlt. Lieber Bobbo, liebe Andrea: Die Gilde bedankt sich bei Euch für ein wunderbares Königsjahr. Ihr habt mit Viel Liebe, Fleiß und Hingabe die verschiedenen Veranstaltungen vorbereitet und durchgeführt. Wir Gildebrüder sind gespannt und freuen uns jetzt auf das, was Du, Andreas mit deiner Marlies, mit uns vorhast und wünschen Dir alles Gute, viel Freude im Amt und immer eine glückliche Hand bei Deinen „Regierungsentscheidungen“ – und bitte keine Steuererhöhungen. Du wirst es schon meistern. Dank gilt auch allen Gildebrüdern und Helfern, die dieses tolle Fest im monatelanger Arbeit vorbereitet und zu diesem Erfolg geführt haben. Dank auch an unsere Gildewirtin Christiane und ihrer fantastische Mannschaft, die es wieder verstanden haben uns vorzüglich zu bedienen und eine wirklich organisatorische und logistische Meisterleistung hingelegt haben.
Anmerkung: Wir hatten wieder unsere Freunde aus Bayern, die Original Truderinger Böllerschützen, zu Gast. Herzlich waren die Begrüßungen bei diesem Wiedersehen und lustig war das Sprachgemisch aus bayerisch, hochdeutsch und plattdeutsch – wir haben uns trotzdem blendend verstanden. Etwas irritiert waren unsere Gäste nur wieder über die kleinen Biergläser – sind sie doch die Mass oder zumindest die Weizenbiergläser gewohnt. Auch unser „Kümmel“ schmeckte überhaupt nicht nach „Obstler“.

Fotos Vogelschießen 2013
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