ArbeitsdienstFreitag, der Tag des Vogelaufbringens und der Beförderungen. Das Wetter war so, wie es besser nicht sein konnte (Sonnenschein und strahlend blauer Himmel). Wie immer fand sich eine überwältigende Zahl an Gildebrüdern ein, um den ersten offiziellen Teil des jährlichen Vogelschießens mitzuerleben. Irgendwie scheint sich aber die Angst breit zu machen, dass man etwas verpassen könnte, denn schon weit vor dem offiziellen Beginn waren sehr viele Mitglieder und Gäste erschienen. Vielleicht wollten Sie auch nur testen, ob das ausgeschenkte Bier einem guten Jahrgang entsprungen ist. Pünktlich um 19:30 Uhr donnerte der altbekannte und unüberhörbare Ruf „Gilde antreten und still gestanden!“ aus dem Mund unseres Kommandoführers Jürgen (Jaschi) Jaschinski. Jetzt zeigte sich die jahrzehntelange Routine der Schützen. Innerhalb kürzester Zeit standen sie in Reih und Glied und ließen die Ehrenformation an sich vorüber schreiten.

Dabei übernahm Hans Joachim Hampel, neben unserem 1. Ältermann Detlef Kuhnke, den „Königspart“, da unsere Majestät Stephan Utke krankheitsbedingt auch an diesem Abend nicht dabei sein konnte. In seiner gewohnt routiniert humorvollen Art begrüßte der 1. Ältermann Detlef Kuhnke die Angetretenen und Gäste und eröffneten offiziell das Vogelschießen 2013. Mit dem Gildeverdienstkreuz wurde zu Beginn der Ehrungzeremonie der überraschte und sichtlich gerührte Kurt Blunk für seine langjährigen Verdieste für die Gilde geehrt. Anschließend wurden verdiente Gildebrüder befördert. Nach der Ausrufung der Namen mussten diese vortreten, die Fahne, den König (in diesem besonderen Fall den Königsschützen) und den 1. Ältermann grüßen, von dem sie dann ihre persönliche Beförderungsurkunde ausgehändigt bekamen. Da hierbei so einiges nicht klappte, konnte sich so mancher (aus den hinteren Reihen) einen spöttischen Kommentar nicht verkneifen, was zur allgemeinen Heiterkeit beitrug. Als besondere Überraschung erhielt der Gildebruder Jörg David eine Urkunde mit Armstreifen, wonach er sich „Unterstützer“ der Gilde bezeichnen darf (natürlich mit spaßigem Hintergrund). Unter Musikbegleitung wurde dann der neue Vogel (erstmals gefertigt von unserem Gildebruder Matthias Harloff) am Mast hochgezogen, dem überraschender Weise ohne Schuß die Zitrone aus dem Schnabel fiel. Die Zugvorrichtung wurde mit einem dicken Vorhängeschloß gesichert (soll der stolze Adler doch den morgigen Tag oben auf dem Mast, bis er abgeschossen wird, erleben). Nach abschließenden Kanonenschüssen durfte dann weggetreten und zum gemütlichen Teil übergegangen werden. Hierbei zeigten sich unsere Gäste aus Bayern sehr spendabel und stifteten für diesen Abend ein 100 Liter-Fass Bier, was mit großem Applaus dankbar angenommen wurde. Die einhellige Meinung war mal wieder, dass der „Vogel-Aufbring-Abend“ ein besonderer Höhepunkt des Vogelschießens ist.

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